Muttertag

Heute ist Muttertag, Der Erste ohne meine Mutter.

Irgendwie fehlt sie mir, meine Mutter. Eigenartig.

Dachte ich doch, dass ich bloß eine riesige Entlastung spüren werde und die jahrelange Bürde von meinen Schultern fällt.

Musste mich gestern nicht testen lassen, um sie im Heim zu besuchen, musste mir nicht überlegen, was sie freuen würde, und was nicht zu wertvoll ist, damit es eine Chance gibt, dass sie sich längere Zeit dran freuen kann – so Einiges ist nämlich leider verschwunden.

Werde keine Bauchschmerzen bei der Anfahrt in´s Heim haben, und keine Angst, wie ich sie heute antreffen werde.

Da gab es so einige Möglichkeiten:

  • Beste Option: Meine Mutter freut sich wie ein Kind, strahlt über das ganze Gesicht, und teilt allen Umsitzenden mit, dass ich ihre Tochter bin, also die eine Tochter. Das wissen sie bereits, also diejenigen, die nicht nur mehr vor sich hinstarren, sondern die eine kurze Abwechslung begrüßen. Sogleich steht sie auf, auch wenn der Kaffee noch nicht ausgetrunken und der Kuchen nicht aufgegessen ist. Sie entschuldigt sich bei den Kolleginnen – so nennt sie ihre Leidensgenossinnen im Heim – und schon packt sie ihren Mercedes (den Rollator), um schnellen Schrittes wegzukommen. Dann sitzen wir im Kaffehaus – sehr nett – meistens will sie Alkohol, weil sie ja im Heim keinen bekomme, „Nein, Mama, Du kannst jeden Abend ein Glas Wein oder Bier haben, wenn Du magst, Du musst nicht nur Himbeerwasser trinken.“ Ah so, das wusste sie nicht. Ganz erstaunt schaut sie aus ihrem lieben Kindergesicht. Sie greift nach meiner Hand, das ist mir ein bisschen unangenehm, aber natürlich kann ich sie nicht sofort zurückziehen. Einmal sagt sie, nachdem sie sehr lange die Hand meines Mannes hält, entschuldigend, dass sie das bei mir auch tun würde, aber ich hätte sie ja leider weggezogen. Wenn ich daran denke, spüre ich einen Stich im Herzen. Sie trinkt nicht aus, das Sektglas steht vor ihr und wird warm. Dann, wenn ich mich nach einer guten Stunde ans Gehen mache, wird sie es schnell und mit großer Verkutzgefahr austrinken, wenn ich es nicht schon getan habe – halbheimlich – hat ja keinen Sinn, dass der hier verkommt. Das ist die gute Option.
  • Option 2: Meine Mutter sitzt versunken in die „Heute“ Lektüre am Tisch, sie schweigt, wie auch sonst niemand spricht – trostlos ist das. Ich begrüße sie, diesmal kein Lächeln nur ein angefressenes „dass Du kommst“ – zwischen den Zeilen „endlich“, das sei unerträglich hier, keiner spricht ein Wort, furchtbar das alles. Das stimmt. Augenblicklich bekomme ich ein schlechtes Gewissen, hab ich sie doch ins Heim „gesteckt“. Je nach Wachheitsgrad kontere ich entweder sofort mit einer blöden Bemerkung oder ich bin milde gestimmt und das Blatt kann sich nochmal wenden. Wenn es gut ausgeht, gehen wir ins Kaffeehaus. Heute bestellt sie sich 3 große Eiskugeln – Vorsicht große Anpatzgefahr! Wir machen vielleicht ein paar von den Hausübungen, die meine Schwester für die Woche zusammengestellt hat und wahrscheinlich wird sie wieder sagen, „Heute weiß ich gar nichts.“ – flehentlich, dass ich ablassen soll mit meinen ehrgeizigem Unterfangen, sie geistig fit zu halten.
  • Option 3: Meine Mama ist zu schwach, um aus dem Sessel aufzustehen, das alarmiert mich „Oh Gott, bald wird sie überhaupt nur mehr im Bett liegen, warum verdammt nochmal bekommt sie keine Physio, warum übt sie nicht selbständig, damit sie nicht abbaut.“ Wenn ich nicht an mich halte, erwecke ich sogleich die Physiotherapeutin in mir und rege an, dass sie gleich nochmal aufsteht und sich hinsetzt, um die Muskulatur zu trainieren. Im Nachhinein betrachtet sind all diese Initiativen irgendwie peinlich.

Beim letzten Besuch war sie in ihrem Zimmer, in einem bequemen Sessel, liebevoll in Decken gehüllt.

Und endlich fiel jeder Anspruch ab und ich konnte einfach mit ihr sein – Einatmen – Ausatmen, einander in die Augen sehen, halten und lieb haben.

Heute ist Muttertag.

Der Erste ohne meine Mutter.

Du fehlst mir, Mama, auch wenn ich glaube zu wissen, dass es für uns beide besser ist, dass Du da bist, wo Du jetzt bist.

Schön….Schön….Danke….Danke

Ich hab Euch lieb!

Das waren die letzten Worte meiner Mama am Mittwoch, den 27.4.2022, einen Tag vor ihrem Tod.

Schön, wunderschön waren die letzten Stunden, die wir zusammen verbracht haben.

Und dankbar bin ich.

  • Dafür, dass wir sie begleiten durften in diesem Geburtsprozess von Atemzug zu Atemzug in eine neue Realität und dass wir das zusammen taten – der Thomas, die Lisa, meine Zwillingsschwester und ich.
  • Und dass wir dabei so behütet waren von den Menschen im Haus der Barmherzigkeit und dass sie uns sogar gestatteten, auch nachtodlich noch einige Zeit mit ihr zu sein.
  • Ich bin dankbar, dass ich eine überströmende Liebe in den Augen meiner Mutter sehen konnte und vor allem, dass ich meine Liebe zu ihr spürte. Das ganze Ereignis war in ein zärtliches, liebendes Licht gehüllt.
  • Ich bin dankbar, dass wir über die Christengemeinschaft und besonders unseren Pfarrer Malcolm Allsop soviel spirituellen Halt und Begleitung haben.
  • Dankbar bin ich, dass meine Mutter mit dem Sterben solange gewartet hat, bis ich zutiefst versöhnt war mit unserem gemeinsamen Leben und wie es war.
  • Ich bin dankbar, dass ich (immer wieder) erkennen kann, dass alles gut ist.
  • Und natürlich bin ich auch dankbar, dass ich nicht mehr vor Telefonanrufen zittern muss und dass die Zeit der enormen Belastung hoffentlich bald zu Ende ist.
  • Danke liebe Mama, dass Du meine Mama warst und bist!

Die Auferstehung des Menschen

Die Auferstehung Christi gilt als ein Mysterium, das nur Jesus Christus vorbehalten scheint.

Es ist tief in uns im wahrsten Sinne des Wortes „eingefleischt“, dass die Materie Materie ist und damit fest und unveränderlich. Beziehungsweise ist sie nur durch massivste Einwirkung von Materie auf Materie zu verändern. Dies geschieht in der Onkologie zum Beispiel durch Chemotherapie, Operation und Bestrahlung, damit soll die Materie Krebs bekämpft und zerstört werden.

Dem gegenüber stehen Erfahrungsberichte von Menschen, die trotz einer außerordentlich schlechten Prognose und teilweise unter Verzicht auf derart materielle Einflussnahme geheilt sind. Berichte darüber finden sich zum Beispiel in Büchern wie „Spontanheilung“, „Du bist das Placebo“, „9 Wege zu einem krebsfreien Leben“ und „Geheilt“ (siehe dazu auch die Buchempfehlungen auf dieser Seite) oder auch das wunderbare Beispiel von Miriam Reichel, die ihren als unheilbar geltenden Krebs und eine Überlebensprognose von 8 Wochen mittlerweile um mehr als 17 Jahre vollkommen gesund und glücklich überlebt hat https://krebscoaching.org/2020/06/30/krebs-leben-die-kombination-der-moeglichkeiten/.

Auch in der von der Deutschen Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr herausgegebenen Zeitschrift „momentum – Gesund leben bei Krebs“ stellen immer wieder an Krebs erkrankte Menschen ihren Heilungsweg dar.

Diese Menschen haben sich, teilweise weil die Schulmedizin nichts mehr für sie tun konnte, zu einem eigenen (geistigen) Weg entschieden und siehe da – Heilung geschah. Sie sind auferstanden.

Auch wenn sich Auferstehung oftmals nicht derart spektakulär vollzieht, findet sie meiner Ansicht nach auf dem Krebsweg oft statt. Dann beispielsweise, wenn wir herausgefordert sind, für unsere Bedürfnisse, unseren Therapieweg und für unser Leben einzutreten. Aber auch, wenn wir nach einem langen Leidensweg wie Phönix aus der Asche auftauchen und wieder zu Kräften kommen. Auferstehung kann aber auch wie Manuela Mutschler es versteht als das Finden der eigenen Essenz verstanden werden  – siehe dazu http://www.helfendekräfte.com/2016/03/26.

Letztlich steht uns allen die Möglichkeit zur Auferstehung zur Verfügung wie es vom weisen Friedrich Benesch im Buch „Ostern“ so treffend beschrieben wird, nämlich im Sinne einer „Vollmacht über das eigene Bewusstsein, Vollmacht über die schaffende, liebevolle Seele, Vollmacht über die sich verwandelnde Selbst erzeugende Auferstehungs-Leiblichkeit“.

Oder um es in meinen Worten zu sagen:

Vollmacht über all mein Angelegt-Sein und mein geistiges Potential, auf dass ich aus der Determiniertheit der Gesetze der Materie mich erhebe und die Gesetze des Geistes auf die Materie wirken lassen kann.

Das Leben feiern!

Heute ist mein 4. Busenlos-Geburtstag.

Welch´ ein großes, freudiges Ereignis war das damals!

Vieles ist in der Zwischenzeit passiert, Vieles hat mir sehr zugesetzt, hat mich aus dem Gleichgewicht gebracht und am Leben verzweifeln lassen.

Und dann Ende November, auf der Intensivstation, als ich einige Zeit zwischen Leben und Tod schwebte, habe ich zu tiefst erkannt, dass das Leben per se ein kostbares Geschenk ist.

So habe ich eine Entscheidung getroffen:

Den Flirt mit dem Tod zu beenden und das Leben, wie immer es sein mag, anzunehmen.

Diese Entscheidung wurde nach einer kurzen glückseligen Erholungszeit mit meiner Familie stark herausgefordert.

Ein CT und nachfolgend ein PET CT zeigte 3 suspekte Herde, 2 in der Lunge und einen in meiner nicht mehr vorhandenen Brust.

Das war ein schwerer Schlag.

Dennoch – Dank der liebevollen Unterstützung meiner Familie und FreundInnen hielt die Entscheidung für´s Leben – erstaunlich!

Und ich konnte unaufgeregt, nur hin und wieder unterbrochen von verschattenden Einbrüchen immer wieder ganz im Moment sein und das Leben, das ja – immer – ganz (für mich) da ist, erfahren.

Die Histo von der Brust-OP letzte Woche steht noch aus, und auch die beiden Herde werden wohl noch eine Weile da sein.

Dennoch – ich bin wild entschlossen, mich nicht von Befunden und meinen Stimmungen vereinnahmen zu lassen, meiner Entscheidung treu zu bleiben, und das Leben einfach zu leben, solange ich darf.

Und da ich mir, wie an jedem Geburtstag auch etwas wünschen darf, möchte ich das auch jetzt in buddhistischer Tradition tun:

  • Möge ich mich an meine Entscheidung fürs Leben erinnern, komme da, was wolle.
  • Möge ich mich an meinem Körper freuen, an seiner Lebendigkeit und wie lieb er mir dient und auch an seiner Schönheit.
  • Möge ich mir meine Wildheit, meine Lebendigkeit gönnen, auf dass ich das Lebenslicht in mir erleben kann.
  • Möge ich mit Jupiter (so habe ich den so leuchtend strahlenden Herd in meiner Lunge genannt) in friedlicher Koexistenz leben können.
  • Mögen meine Haare, die post-covid großzügig ausgefallen sind, erneut kräftig sprießen.
  • Möge ich mir meiner Weisheit bewusst sein und sie un-verschämt teilen.
  • Möge ich die Schöpferin in mir zum Ausdruck bringen, sei es im Schreiben, Malen, Tanzen…
  • Möge ich im Frieden sein mit allem, was geschieht.
  • Möge ich lieben und mich lieben lassen,
  • Möge ich oft und oft meine schützische Be-Geist-erung erleben dürfen.
  • Möge ich wissen, dass ich immer heil war, bin und immer sein werde.
  • Möge ich mich freuen am Leben!
  • Möge ich mich freuen am Leben!
  • Möge ich mich freuen am Leben!
  • Mögen alle Wesen glücklich, frei und im Frieden sein.

Mein schönster Augenblick 2021

Endlich – endlich nach quälenden 2 Wochen im Krankenhaus mit (Todes-)Angst, Ausgeliefert- und Alleinsein und Schmerzen jeglicher Art sagte der Assistenzarzt das erlösende Wort:

„NEGATIV“.

Ich konnte heim – endlich.

Auf wackligen Beinen trat ich aus dem Isolierzimmer und sah zum ersten Mal Gesichter, wo zuvor nur Vollvisiere zu sehen waren, freundliche Gesichter, Menschen, die sich sichtbar freuten, dass ich auf beiden Beinen das Krankenhaus verlassen konnte.

Auf wackligen Beinen ging ich zum Lift – die größte Strecke der vergangenen 3 Wochen, in denen ich nicht mehr als 5 Meter ging.

Große Freude, in den Sessel des Wagens zu sinken.

Und dann gingen mir die Augen auf – alles sah ich zum ersten Mal, die Weite des Himmels, die Häuser, die Straßen, die ich sicher schon Hunderte Male befahren und begangen hatte, der Meidlinger Bahnhof, die „Kichererbse“ bei uns ums Eck, die Weinrotherstraße und dann war ich da, in meiner Straße.

Meine geliebten Platanen standen noch da, wie ich sie verlassen hatte.

Und dann waren sie da, meine Geliebten, mein Mann und meine liebste Lisa-Tochter.

Und endlich konnte ich – gehalten in liebevollen Armen – weinen.

Die 3 Stock ohne Lift waren zwar noch zu bewältigen, aber dann war ich Zuhause, in Sicherheit – keine bösen Worte mehr, keine körperlichen Zumutungen und zuallererst die Gewissheit, dass ich am Leben bleibe.

Glückseligkeit

Unbeschreiblich

Liegen

Die Hände über meine Brust gelegt

Schauen

Unsere Wohnung, mein Zuhause, meine Liebsten

Und ich

– wie selten –

einfach da.

Der Corona/Krebs – Aufruf zum Selbst-Sein

Der Corona-Krebs – Aufruf zum Selbst-Sein

Mein Krebs wurde erstmals 1997 diagnostiziert, in der rechten Brust, ausgedehnt auf 10×8 cm zeigten Mikroverkalkungen, einem Sternenhimmel gleich, ein niedrig malignes Krebsgeschehen an.

Der erste Chirurg, den ich 3 Tage nach der Diagnose kontaktierte – ein honoriger Universitätsprofessor – machte gleich mal klar: „Da muss Alles weg – die ganze Brust, dann sei ich geheilt.“

Das war der eigentliche Schock – der Verlust meiner Brust mit 41 Jahren. Das wollte ich nicht. Soviel war sofort klar.

Glücklicherweise fiel mir das wunderbare Buch „Brustgesundheit – Brustkrebs“ von Susun S. Weed in die Hände. Dieses Buch wurde zu meiner Bibel. Hier las ich – und das tat ich im Bus, in der Straßenbahn, zwischen den Therapiesitzungen, abends, morgens, überall und immer – dass wir, die von einer Krebsdiagnose betroffen sind, uns Zeit lassen dürfen, zunächst einmal innehalten, nichts tun, auf die innere Stimme hören und diesen Eingebungen folgen.

Das tat ich. Und so fand ich meinen ersten Chirurgen, der mir meine Brust beließ und mich nur von dem betroffenen Teil befreite – mit einer derartigen Kunstfertigkeit und in Liebe zu mir als Frau, sodass schon nach kurzer Zeit nichts mehr zu sehen war. Wunderbar.

Man/frau möge meinen, dass die Zeit um die Krebsdiagnose verschattet war, dunkel, bedrückend. Das war sie nicht. Vielmehr fühlte ich mich in meinen Bewusstsein angehoben. Leben durfte ich endlich, mich zum Zentrum meines Lebens machen, Leben aus mir heraus.

20 Jahre später erhielt ich die nunmehr dritte Brustkrebsdiagnose. Wieder wurden multizentrische Krebsherde gefunden und erneut traf ich ganz klar eine Entscheidung: Ich trennte mich von beiden Brüsten nach nahezu 50 Jahren Zusammenleben.

Und es war gut und richtig. Auch das mit einer gnadenvollen Geistes-Klarheit, die mir jeden notwendigen Seelen-nahen Schritt zeigte.

Dieser Chirurg, diese Chirurgin, dieser Operationszeitpunkt, diese Ernährungsumstellung, dieser spirituelle Weg, diese Ayurvedakur, das Beenden von belastenden Beziehungen, das Zusperren meiner psychotherapeutischen Praxis usw. – all das, entstand aus meinem Innersten.

Und dann vor nahezu zwei Jahren: Corona.

Auch hier war und bin ich ganz klar, was für mich zu tun und zu lassen ist. Auch habe ich keine Angst vor der Krankheit – bei aller Um- und Vorsicht. Ich weiß, dass sie, wie auch mein Krebs, der ja mein Krebs ist, mit mir zu tun hat, mit meiner Lebensweise ebenso wie mit meinem Schicksalsweg.

So weit, so ähnlich.

Es gibt jedoch im wahrsten Sinne des Wortes gravierende Unterschiede.

Ja, ich hatte es auch in Bezug auf meine Therapieentscheidungen wie viele andere, die sich für einen nicht orthodoxen schulmedizinischen Weg entschieden, mit Kopfschütteln, Infragestellen meiner Entscheidungen zu tun, und viele meiner Krebsgeschwister werden deshalb angegriffen, fallen gelassen und manchmal sogar mit dem Tod bedroht – „dann, wenn Sie diese oder jene Therapie ablehnen,  sehen wir uns am Friedhof!“ Wie in der katholischen Kirche wird mit der Verdammnis gedroht, wenn man/frau sich vom einzig wahren Glaubensweg entfernt.

Aber: es war mein Körper, mein Weg und wenn ich mir ein Herz fasste und für mich und meine Entscheidungen eintrat, erfuhr ich oftmals auch Verständnis, Interesse und Respekt – auch von schulmedizinischer Seite.

Das, womit wir es jetzt seit nahezu 2 Jahren zu tun haben, ist ein anderes Kaliber.

Von Anfang an wurde diese Krankheit über Risikofaktoren hinweg generell dämonisiert und Menschen, die versuchten, diese Gefährlichkeit – auch mithilfe von wissenschaftlichen Untersuchungen – zu relativieren, wurden sogleich mit Titeln wie CoronaleugnerInnen, Covidioten, AluhutträgerInnen disqualifiziert und ja auch verfolgt.

Die Gehirne der Menschen wurden beständig mit der vermeintlich allumfassend tödlichen Realität der Erkrankung aller wissenschaftlichen Evidenz zum Trotz infiziert.

Sukzessive kamen Menschen, die gerade noch aufgeklärt, vernünftig zum Geschehen standen, von Sinnen. Sie verloren ihre organisimische Urteilsfähigkeit und letztendlich das, was mein lieber Wilhelm Reich als Wahrheitssinn bezeichnete.

Das – und ich sage das jetzt mal ganz unverblümt – ist das wahre Verbrechen.

Weil ohne diese Basis unserer organismischen Wahrnehmungsresonanz, unserer Einschätzungsfähigkeit, was wahr und angemessen ist, was wir als richtig und falsch für uns erachten, ein gesundes, der (inneren) Körper-Geist-Natur entsprechendes Leben schwer, wenn nicht unmöglich ist.

Die Krebsdiagnose führte mich durch alle Schichten meines verbiegenden Geworden-Seins geradewegs in mein Fundament, in das, was ich wesenhaft bin. Sie ließ mich in eine den Himmel und die Erde verbindende vertikale Ausrichtung kommen.

Und hier findet sich alles Wissen, das für das Jetzt und Hier gebraucht ist – ein Wissen, das aus der Erfahrung der Vergangenheit gespeist ist und den Möglichkeitsraum der Zukunft in sich trägt.

Diese Aufrichtigkeit, dieses Selbst-Bewusstsein, im Sinne eines Bewusstseins meines Selbst gilt es in einer Krise zu erwecken, das ist meine Erfahrung.

Ich könnte auch sagen, es bleibt uns nichts anderes übrig.

Und nein, dieser Prozess ist nicht schwierig, nicht anstrengend, nicht hart, vielmehr ist es eine riesige Befreiung, eine göttliche Freude.

Und hier in der Tiefe unserer Wahrheit findet Vernetzung statt zu Gleich-Gesinnten, Menschen, die gleich schwingen.

Wir ziehen über die Kraft unserer Authentizität Menschen an, wo eine Herzensverbindung, eine Vertrautheit spürbar und ein freudvolles gemeinsames Schaffen möglich ist.

Es tun sich Welten auf, Gutes strömt uns zu, und Neues entsteht.

Ganz einfach!

Meine Brüste – ein Abschiedsbrief

…..geschrieben am 27.2. 2018, eine Woche vor der Ablatio 1)

Meine lieben Brüste,

Bald ist der Tag der Verabschiedung gekommen.

Niemals habe ich mich mit Euch so intensiv beschäftigt, wie jetzt in der Vorbereitung unserer Trennung.

Nein, es ist nicht selbstverständlich, dass Ihr nicht mehr zu mir gehören werdet, wie es nicht selbstverständlich war, dass Ihr zu mir gehörtet.

Noch eine Woche und unsere irdische Beziehung ist Geschichte.

Eine Geschichte, die vor nahezu 50 Jahren begann.

Gut kann ich mich noch erinnern, wie Ihr zu wachsen begannt, und stolz war ich, als ich meinen ersten BH, einen gelben, kleinen mit weißen Punkten, kaufte.

Eigentlich war ich ganz zufrieden mit Euch, wäre da nicht die Tante Anna gewesen, die meinte, ich gerate ganz nach meiner Großmutter. Deren riesige Brüste lagen wie weiße Schwämme auf einem ebenso riesigen Bauch.

Das war ein Schock, das wollte ich nicht. Vielleicht war das ja die erste Abspaltung, die erste Ablehnung, der Beginn einer grundsätzlichen Zurückweisung.

Und dann das Exponiert Sein.

Ich sehe mich, die Brüste verbergend an Baustellen vorbeigehen. Es war eine Initiation ins Frau Sein.

Brüste ist gleich sichtbarlich Frau Sein und das ist nicht gut, weil gefährlich, ausgesetzt dem männlichen Blick, ausgesetzt dem männlichen Zugriff.

Nie spielten sie eine wesentliche Rolle, was die Sexualität betraf. Zu intim das Ganze, nein, rührt sie nicht an.

Dann kam meine Tochter zur Welt und siehe da, sie lehnte meine linke Brust ab, nein daraus wollte sie nicht trinken. Da fühlte ich mich als Versagerin, wusste ich doch, dass es unbedingt zu einer Mutterschaft dazu gehört, das Kind über die Brust zu nähren.

Ihr lieben Brüste: Ich habe Euch wahrlich nicht gut behandelt, war weder stolz über, noch lieb zu Euch. Wären da nicht die beiden Krebsdiagnosen gewesen mit all den Behandlungen, die mir eine Beschäftigung mit Euch abverlangten, hätte ich Euch nie bewusst berührt und liebgehabt.

Jetzt, wo ich Euch mit einem Abschiedsblick ansehe, tut Ihr mir leid, das habt Ihr nicht verdient, sterben zu müssen vor der Zeit.

Es ist eine Opfergabe, Ihr seid eine Opfergabe und ich bitte Euch um Euer Einverständnis, dass diese Trennung unser „Ding“  hier ist, unsere gemeinsame Sache.

Und vielleicht kommen wir ja nochmal zusammen, als ein gutes Dreieck – Ihr zwei und ich – voll zu mir gehörig, mich erwürdigend und mit Brust-Potenz in einem weiblichen Sinne ausgestattet, nicht in einem pervertieren Verständnis von Macht und Attraktivität, sondern mit dem vollkommenen, würdigen Ausdruck meiner (unserer) Frauenmacht.

Von mir ausgehend, (mich) nährend und erkraftend.

Ja so soll es sein!

1)das Bild zeigt mich, meine liebe Tochter stillend am 2. Tag nach ihrer Geburt

Schön, die Dritte!

Heute vor drei Jahren am 6.3. 2018 trennte ich mich von meinen Brüsten und den Krebszellen, die sich in ihnen nieder gelassen hatten.

Man/frau könnte annehmen, dass das schrecklich war. Nein, das war es nicht, es war schön, alles rund um diesen Akt, den man Ablatio nennt, war und ist von einem lichten Schein erhellt. https://krebscoaching.org/2018/03/28/schoen/

Cut and Go war meine Devise – zuerst die Brüste und nein, the first cut was not the deepest.

Die „Arbeit“, die ich zu leisten hatte, begann erst danach.

Meine psychotherapeutische Praxis zu schließen – endlich – war der 1. Schritt. Nicht so einfach, wie ich dachte, musste mich von dem Gebrauchtwerden lösen, davon, dass ich nur etwas wert bin, wenn ich Sinnvolles tue, anderen helfe, mir auf die Schultern klopfen kann, wenn ich wichtig war.

Dann löste ich mich von der strikten Disziplin meiner spirituellen Praxis, der ich seit 20 Jahren folgte.

Auch das nicht einfach – nicht täglich unhinterfragt gleich nach dem Aufstehen mindestens 45 Minuten, besser noch 1 Stunde Yoga und Meditation zu praktizieren, damit ich auf dem spirituellen Pfad bleibe, nicht der geistigen Verdammnis anheim falle.

So ging es dahin.

Step by Step versuchte ich mit all den Überzeugungen, mit all dem mich belastenden Tun aufzuhören.

Corona war und ist ein wahrer Booster in diesem Prozess des Abschieds, der Ent-täuschung und der Genauigkeit mit mir selbst.

Was ist richtig zu tun oder vielmehr, was ist richtig zu lassen?

So sitze ich heute, am 6.3. um 15 Uhr 30, auf meinem Sofa, bin erschöpft vom Herpes Zoster, den ich seit 1 Woche in mir trage, kann auch, wenn ich wollte, nicht zur Demo, die man neuerdings Spaziergang nennen muss – gehen, hab´ nach wie vor ein schlechtes Gewissen, sehe, wenn ich meinen Blick hebe, die viele Schönheit um mich herum, den blauen Himmel, meine geliebten Platanen vor dem Haus, die Bilder meiner Liebsten auf dem Schreibtisch, das wunderbare, sanfte Grün der Wände.

Still ist es und – ich wage es kaum zu sagen – ich fühle eine Art Zufrieden-Sein.

Lebensretter

Die Verzweiflung ist ein häufiger Gast in meinem Körper-Geist-Haus.

Dann sitzt sie da, macht sich breit, fordert ihre Aufmerksamkeit. Zerrt an mir, schreit mich an, verstellt mir den Blick zum Sonnenlicht.

Oft erliege ich ihr, bin gebannt von dem Recht, der Selbstverständlichkeit, mit der sie mich fordert.

Vieles hab´ ich gelernt – wie ich sie aus der Tür schicken, zum Verstummen bringen, auf ihren Platz verweisen kann.

Meistens will es nicht gelingen.

Es will nicht gelingen.

Und dann steht es plötzlich neben mir, wie mein lieber Ringelnatz sagt, – dass was ich so lange ersehnt…

Wie heute, als mir ein Text von Arvo Pärt in die Hände fiel.

Worte, die alle Schichten transzendieren,

Worte, durch die etwas Größeres hindurch scheint, etwas was jenseits der irdischen Verhaftung von Göttlichem kündet.

Dann spür´ ich sie –

die Glückseligkeit, die nicht von dieser Welt ist.

Dankesrede Arvo Pärts für den Internationalen Brückepreis der Europastadt Görlitz 2007

Sehr verehrte hohe Gäste, liebe Freunde!

Im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit von Politikern und Wissenschaftlern zu stehen, ist für einen Musiker eine ungewöhnliche Angelegenheit. Ich höre hier Worte zu meiner Musik und Person, die für meine Ohren etwas überhöht klingen, weil ich mir nie solche grandiosen Ziele gesetzt habe, wie sie hier genannt wurden. Meine Ziele und Maßstäbe waren und sind viel bescheidener und einfacher. Damals, bei der Entstehung meiner heutigen Musik, hatte ich alle Hände voll zu tun, um mich selbst innerlich auf die Beine zu bringen und um meine eigenen Probleme zu lösen. Ich musste mich in einen Zustand versetzen, in dem ich eine Musiksprache finden könnte, mit der ich leben wollte. Ich war auf der Suche nach einem Klanginselchen. Auf der Suche nach einem „Ort“ in meinem tiefsten Inneren, wo – sagen wir so – ein Dialog mit Gott entstehen könnte. Ihn zu finden wurde eine lebenswichtige Aufgabe für mich.

Ich bin sicher, dass ein solches Bedürfnis – bewusst oder unbewusst – zu jedem Menschen gehört, und vielleicht wissen das viele von Ihnen, und Sie erkennen, wovon ich rede.

Um meine Gedanken zu verdeutlichen, möchte ich Ihnen ein Bild schildern:

Wenn wir durch ein Rastertunnelmikroskop irgendeine Substanz oder einen Gegenstand betrachten, dann sieht die tausendfache Vergrößerung ganz offensichtlich anders aus als die millionenfache Vergrößerung. Wenn man sich durch die verschiedenen Stadien der Vergrößerung bewegt, kann man in jeder Materie bis dahin unvorstellbare und ziemlich chaotische „Landschaften“ entdecken. Irgendwann aber gibt es eine Grenze, die bei etwa dreißigmillionenfacher Vergrößerung liegt. Hier sind die fantastischen Landschaften verschwunden, und wir sehen nur eine strenge Geometrie, eine Art Netz, sehr klar und sehr speziell. Was nun verwundert, ist die Tatsache, dass diese Geometrie selbst bei ganz unterschiedlichen Substanzen oder Gegenständen sehr ähnlich aussieht.

Gilt etwas Ähnliches vielleicht auch für das Menschenwesen?

Lassen Sie uns ein wenig phantasieren. Versuchen wir, eine Menschenseele quasi unter einem solchen Mikroskop zu beobachten, wobei wir nach und nach den Grad der Vergrößerung erhöhen. Wir werden Zeuge sein, wie alle äußeren Merkmale eines Menschen mit all seinen Besonderheiten, seinen Schwächen und Tugenden im Verlauf der zunehmenden Vergrößerung mehr und mehr aus dem Bild verschwinden. Es wird wie ein endloser Verkürzungsprozess sein, der uns in die Richtung des Wesentlichen führt. Hinter uns lassen wir auf dieser „Reise ins Innere“ auch alle gesellschaftlichen, kulturellen, politischen und religiösen Kontexte. Am Ende gelangen wir zu einem netzartigen Grundmuster. Man könnte es vielleicht als „menschliche Geometrie“ bezeichnen, klar geordnet, ruhig geformt – vor allem aber schön. In dieser Tiefe sind wir uns alle so ähnlich, dass wir in jedem anderen uns selbst erkennen könnten. Und diese Ebene könnte die einzige sein, auf der eine wirkliche funktionierende (Friedens-)Brücke überhaupt vorstellbar wäre, wo all unsere Probleme – falls es sie dann noch gibt – lösbar wären.

Es ist für mich eine große Versuchung diese so schön geordnete Ur-Substanz, diese kostbare Insel in der inneren Verborgenheit unserer Seele, als den „Ort“ anzusehen, über den uns vor 2000 Jahren gesagt wurde, dass Gottes Reich dort sei – nämlich in unserem Inneren. Unabhängig davon, ob wir alt oder jung sind, reich oder arm, Frau oder Mann, farbig oder weiß, begabt oder weniger begabt.

Und so versuche auch ich bis heute, mich auf dem Pfad zu halten auf der Suche nach dieser so heiß ersehnten „Zauberinsel“, wo alle Menschen – für mich auch alle Klänge – in Liebe miteinander leben könnten. Die Türen dorthin sind für jedermann geöffnet. Aber der Weg dahin ist schwierig – schwierig bis zur Verzweiflung.

Ihr Brückepreis ermutigt mich, diesen Weg weiter zu gehen, und er gibt mir neue Kraft.

Vielen Dank dafür!

                                                                                      Arvo Pärt

Corona – Raus aus der Angst

Ich hatte die Freude und Ehre in einer wunderbaren Gesprächsrunde unter der Leitung von Hannes Hofbauer mit Elisabeth Mayerweck, Roland Karner und Christian Schubert ein sehr inspirierendes und grundlegendes Gespräch zum Thema Angst und Corona zu führen. Das Gespräch ist unter https://www.youtube.com/watch?v=S1bYCc_eKq4 zu sehen.

Da Roland Karner gegen Schluss einen zündenden Vergleich brachte, welcher sich als Schlusswort anbot, konnte ich meine Ideen, wie wir aus der Angst herauskommen können, nicht mehr ausführen.

Das will ich nun nachholen. Die folgenden Vorschläge lassen sich natürlich bei jeglicher Angst anwenden – auch bei der Angst nach einer Krebsdiagnose, vor einer Behandlungsmaßnahme, vor den Folgen und letztlich vor dem Tod.

Was den persönlichen Umgang mit der Angst betrifft, gibt es natürlich viele Tipps – wir können über die Atmung Einfluss nehmen auf unser Vegetativum, wir können entschleunigen, indem wir Alltagshandlungen bewusst langsamer machen, wir können Übungen machen, die unser Nervensystem beruhigen – z.B. eine Hand auf unser Herz legen, eine auf die Wange, dann diese Hand auf die Stirn, dann in den Nacken und immer ganz bewusst die Verbindung zwischen der Hand und diesem Bereich spüren und auch die Verbindung zwischen dem Herzen und dem jeweiligen Bereich. Das aktiviert den ventralen Vagus, der auch smarter oder sozialer Vagus genannt wird, besänftigt den sympathischen Aufruhr, löst uns aus dem Starrwerden und beruhigt.

Das Wichtigste ist jedoch, meiner Ansicht nach, sich seiner Gefühle und Reaktionen bewusst zu werden, und damit einen Puffer zwischen der Reaktion im Nervensystem und dem oftmals unangemessenen und öfter auch wütenden Ausdruck zu geben. 
Innehalten, Wahrnehmen, Pause, dann eine umsichtige Entscheidung treffen, was zu sagen oder zu tun ist. So praktizieren wir es in der Meditation: ich nehme etwas wahr, zum Beispiel einen Impuls und ich bleibe am Kissen sitzen und kehre mit der Aufmerksamkeit zum Atem zurück, dann kann ich erleben, dass sich alles wandelt, die inneren vegetativen Reaktionen verlieren ihre Macht – ich kann mein Menschsein wahrhaft verwirklichen.

Schaffung von sicheren Beziehungsräumen, wo eine Kultur des einander Wahrnehmens gepflegt wird, wo ich mich in meinem So- und Anderssein ausdrücken kann, ohne Gefahr zu laufen, abgekanzelt und angegriffen zu werden. Wo Sicherheit, Mitgefühl und Respekt wahrnehmbar ist.

Das Gehört-  und Gesehen werden, die unhinterfragte Zugehörigkeit ist in meinem Empfinden eine existentielle Notwendigkeit. 

Oft braucht das in einer derart aufgeladenen Situation ritualisierte Räume wo z.B. Achtsames Sprechen und Tiefes Zuhören wie es in buddhistischen Traditionen praktiziert wird.

– die Ebene des Alltagsbewusstseins, des Weltlichen immer wieder verlassen und mich in eine höhere Bewusstseinsebene begeben, mich verbinden mit einem übergeordneten Wissen – „life ist bigger than you“ hat einmal mein liebster Körpertherapielehrer gesagt.

Mich mit der Essenz des Lebens verbinden, mit den Lebenskräften, mit dem, wie sich der Prozess des Lebendigen ganz konkret, spürbar ausdrückt.

Letztlich meine Bereitschaft, mich in den Strom der Transformation einzugeben, die Haltegriffe loszulassen und das Leben geschehen zu lassen, wie immer es geschehen will. Sich ins Jetzt eingeben, zu erkennen, dass „das Leben per se auf Heilung ausgerichtet ist“, wie Sabine Lichtenfels sagt.

– Sich immer wieder zu fragen, was habe ich jetzt zu tun oder vielmehr was will durch mich getan werden  – jetzt. Das bringt mich in die Selbstwirksamkeit, ich bin nicht Opfer der Geschehnisse, sondern kann eingreifend gestalten.

Für mich persönlich ist die Corona Krise auch ein Aufruf zum Selbst Sein und mich in diesem Selbst Sein zu verwirklichen. Und das wird für jede Einzelne verschieden sein – im stillen Rückzug ebenso wie im lauten, die Stimme erheben, im forschenden Erkunden der Dynamiken, die hier wirken ebenso wie im unschuldigen mich verbinden mit der Natur.

Vielleicht wird die Angst immer wieder kehren, mich anstupsen sozusagen, Ich muss mich jedoch nicht von ihr gefangen nehmen lassen, sondern kann sie schlicht als eine Erinnerung betrachten – dass ich allemal größer bin als sie.