Schön….Schön….Danke….Danke

Ich hab Euch lieb!

Das waren die letzten Worte meiner Mama am Mittwoch, den 27.4.2022, einen Tag vor ihrem Tod.

Schön, wunderschön waren die letzten Stunden, die wir zusammen verbracht haben.

Und dankbar bin ich.

  • Dafür, dass wir sie begleiten durften in diesem Geburtsprozess von Atemzug zu Atemzug in eine neue Realität und dass wir das zusammen taten – der Thomas, die Lisa, meine Zwillingsschwester und ich.
  • Und dass wir dabei so behütet waren von den Menschen im Haus der Barmherzigkeit und dass sie uns sogar gestatteten, auch nachtodlich noch einige Zeit mit ihr zu sein.
  • Ich bin dankbar, dass ich eine überströmende Liebe in den Augen meiner Mutter sehen konnte und vor allem, dass ich meine Liebe zu ihr spürte. Das ganze Ereignis war in ein zärtliches, liebendes Licht gehüllt.
  • Ich bin dankbar, dass wir über die Christengemeinschaft und besonders unseren Pfarrer Malcolm Allsop soviel spirituellen Halt und Begleitung haben.
  • Dankbar bin ich, dass meine Mutter mit dem Sterben solange gewartet hat, bis ich zutiefst versöhnt war mit unserem gemeinsamen Leben und wie es war.
  • Ich bin dankbar, dass ich (immer wieder) erkennen kann, dass alles gut ist.
  • Und natürlich bin ich auch dankbar, dass ich nicht mehr vor Telefonanrufen zittern muss und dass die Zeit der enormen Belastung hoffentlich bald zu Ende ist.
  • Danke liebe Mama, dass Du meine Mama warst und bist!

10 Gedanken zu “Schön….Schön….Danke….Danke

  1. christian weber schreibt:

    Danke Beatrix! Dein Prozess macht mir Hoffnung, daß es doch möglich ist wahrhaft zu fühlen was falsch war und gleichzeitig in der Liebe anzukommen. Alles Gute .Christian

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  2. Satu Muhr-Arnold schreibt:

    Danke für deinen Text, liebe Beatrix! Versöhnung und Dankbarkeit, etwas das ich immer wieder übe. Wie schön, dass es dir gelungen ist. Das macht Hoffnung! Alles Liebe, Satu

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  3. beatrixteichmann schreibt:

    Lieber Christian, Danke! Wirst sehen, der Prozess selbst macht diese „Arbeit“, es ging sozusagen ein bisschen wie von Selbst. Ich bin wach geblieben für das, was verbogen war von meiner Mutters Seite und das was natürlich war, da war es dann leicht in der Liebe zu sein. Je näher der Tod kam, um so realer waren wir einfach zusammen.

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  4. lasslichtwirken schreibt:

    Liebe Beatrix, ist es nicht eine Gnade, ein solches „Gehen“ mitbegleiten zu dürfen?
    Liebe muss fliessen. Das heisst, sie muss auch angenommen werden. Sowohl das Geben als auch das Annehmen. Wunderbar wenn alle diese vier Bewegungen möglich sind. Eine nicht alleine aus sich heraus schöpfbare Gnade eben. Und auch ein Vorbild für unsere Kinder.
    Mein Papa ist kurz vor Deiner Mama gestorben und ich habe auch die tiefe Dankbarkeit erlebt, dass wir ein gutes Stück weit so sind wie wir sind, weil unsere Eltern da waren.
    Eine Gnade, Beatrix, wenn man auch sich selbst so annehmen kann, wie man ist.

    Schön, dass Du so offen schreibst und mitteilst. Schön, dass ich Dich kenne !
    Herzlich. Martin

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