Mein schönster Augenblick 2021

Endlich – endlich nach quälenden 2 Wochen im Krankenhaus mit (Todes-)Angst, Ausgeliefert- und Alleinsein und Schmerzen jeglicher Art sagte der Assistenzarzt das erlösende Wort:

„NEGATIV“.

Ich konnte heim – endlich.

Auf wackligen Beinen trat ich aus dem Isolierzimmer und sah zum ersten Mal Gesichter, wo zuvor nur Vollvisiere zu sehen waren, freundliche Gesichter, Menschen, die sich sichtbar freuten, dass ich auf beiden Beinen das Krankenhaus verlassen konnte.

Auf wackligen Beinen ging ich zum Lift – die größte Strecke der vergangenen 3 Wochen, in denen ich nicht mehr als 5 Meter ging.

Große Freude, in den Sessel des Wagens zu sinken.

Und dann gingen mir die Augen auf – alles sah ich zum ersten Mal, die Weite des Himmels, die Häuser, die Straßen, die ich sicher schon Hunderte Male befahren und begangen hatte, der Meidlinger Bahnhof, die „Kichererbse“ bei uns ums Eck, die Weinrotherstraße und dann war ich da, in meiner Straße.

Meine geliebten Platanen standen noch da, wie ich sie verlassen hatte.

Und dann waren sie da, meine Geliebten, mein Mann und meine liebste Lisa-Tochter.

Und endlich konnte ich – gehalten in liebevollen Armen – weinen.

Die 3 Stock ohne Lift waren zwar noch zu bewältigen, aber dann war ich Zuhause, in Sicherheit – keine bösen Worte mehr, keine körperlichen Zumutungen und zuallererst die Gewissheit, dass ich am Leben bleibe.

Glückseligkeit

Unbeschreiblich

Liegen

Die Hände über meine Brust gelegt

Schauen

Unsere Wohnung, mein Zuhause, meine Liebsten

Und ich

– wie selten –

einfach da.

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